mein wundervolles Leben

Bist du der, den ich kenne,
den ich Vater nenne,
dem ich alles sagen und anvertrauen kann,
der alles weiß – warum, wohin und wann?
Bist du Gott, den ich nochmal hinterfragen sollte,
den ich nur so eingeordnet hatte, wie es mir passte, wie ich es wollte?
Bist du so beteiligt am Lauf der Welt,
wie ich es erhoffe, wie man so erzählt?

Bist du ganz anders, ja, kann ich dich kennen?

Ich weiß, wer du bist – und doch weiß ich es nicht.

Je mehr ich dieser Welt Aufmerksamkeit zolle,
desto weniger verstehe ich deine Rolle.
Ich wünschte, jeder Schmetterling am Wegesrand käme von dir,
als Zeichen deiner unendlichen Liebe zu mir.
Vielleicht ist es so,
vielleicht fliegt er aber auch einfach nur gerade dort entlang,
wo ich bin.

Und du liebst mich ja trotzdem.

Die Frage: „Warum?“ stelle ich lange nicht mehr.
Aber wo du bist, frage ich mich sehr.

Du sagst, du bist nahe denen, die weinen.
Du sagst, du stärkst die Deinen.
Du sagst, du wischst alle Tränen von meinem Gesicht
– doch wieso spüre ich das nicht?

Du bist nicht greifbar,
undurchschaubar.

Du bist gut. Du bist treu. Du bist Liebe.
Du bist alles, was ich brauche.

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