mein wundervolles Leben

Es ist soweit – in mir wächst ein neues Leben heran.
Leicht waren die ersten drei Monate nicht. In den ersten Wochen habe ich es komplett geleugnet und nicht an mich herangelassen. Später rang dann immer wieder aufkeimende Angst mit dem ersehnten Vertrauen. Die Angst vor einem weiteren Verlust gegen das Vertrauen, dass dieses Mal alles gut wird, dass die Statistik auf meiner Seite ist. Und dass ich in Gottes Händen bin.

Jetzt, im fünften Monat, spüre ich das Kind in mir, wie es wächst, wie es um meine Aufmerksamkeit ringt, wie es seine Körperfunktionen austestet. Es ist atemberaubend niedlich! Ich kann mich nun fallenlassen in die Vorfreude, meine Gedanken schweifen lassen, Namen überlegen und über meine Rolle als werdende Mama sinnieren. Da kommt eine wirklich aufregende und alles verändernde Zeit auf mich zu!

Die Angst geht nicht weg. Immer wieder muss ich aktiv gegen Gedanken vorgehen, dass ich es ja immer noch verlieren könnte, dass jeden Moment wieder Blutungen einsetzen könnten, dass es diesmal alles noch viel schlimmer wäre. Aber das schiebe ich fast schon allergisch zur Seite. Es bringt ja doch nichts: Ich muss endlich lernen, Gott komplett zu vertrauen. Ich habe nichts davon in der Hand, und das ist auch besser so. Dieses unfassbare Wunder in mir drin weist mich immer wieder darauf hin, wie groß Gott eigentlich ist, wozu Er fähig ist! Und das lässt mich dann ganz schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkommen. Eigentlich ist es ganz eindeutig: Gott zu vertrauen ist der Schlüssel zu einem sorglosen und dankbaren Leben.

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