mein wundervolles Leben

In meinem Umfeld nehme ich seit längerem wahr, dass viele Frauen sehr herausgefordert und ausgelaugt sind. Nahezu alle meiner Freundinnen leiden unter gesundheitlichen Problemen, kämpfen mit persönlichen Krisen oder sind einfach unglaublich erschöpft. Bei den Erholungskuren klatschen sie sich die Hände ab und wir geben uns gegenseitig Tipps gegen Augenringe.
Klar, diese never ending graue Jahreszeit setzt der Seele zu. Aber das kann doch nicht der ausschlaggebende Grund dafür sein! Außerdem sind viele dieser Frauen kämpferischer Natur und nicht lediglich vom Wetter unterzukriegen. Warum also ist das so?

Ich muss leider zugeben, dass ich die Antwort nicht kenne.
Aber ich habe eine Theorie.

Was wäre die Welt ohne Frauen?
Keine Angst, das wird jetzt kein feministischer Artikel. Aber Frauen haben eine entscheidende Funktion. Wir bringen Gefühl in das Zwischenmenschliche, wir halten Familien zusammen, wir bestehen regelrecht auf Kommunikation. Unsere Emotionalität ist manchmal kaum auszuhalten (weder für uns selbst noch für die Außenstehenden), aber sie macht die Welt doch viel gefühlvoller. Wir spüren Dinge, wir bereichern und ergänzen die Männerwelt mit unserer Andersartigkeit.
Und so weiter, klar.

Bei aller Kraft, Unabhängigkeit und Beständigkeit des Mannes hat die Frau also eine ganz entscheidende Funktion in der Familie. Na, und das weiß der Teufel! Dementsprechend schwächt er ganz gezielt die Frau – und schadet damit automatisch der gesamten Familie. So war es ja bereits im Sündenfall: Eva wurde direkt attackiert, nicht Adam.

Und genau das sehe ich, wenn ich mich umschaue. Frauen werden angegriffen, immer wieder vor allem in ihrem Selbstwertgefühl. Manchmal langanhaltend und beständig, bis sie langsam schwächer werden, manchmal direkt und hart mit einem Schicksalsschlag. Das bringt früher oder später auch den Mann ins Wanken. Er versteht die Frau nicht mehr, er kann der ständigen Belastung nicht ewig standhalten und Rücksicht auf sie nehmen will er ja auch. Infolgedessen leiden natürlich auch die Kinder und die Freundschaften der beiden und die Spirale führt abwärts.

Bei mir selbst erlebe ich genau das. Mein Selbstwert ist definitiv immer wieder eine Angriffsfläche und ich kämpfe ständig gegen minderwertige Gedanken über mich selbst. Einen Schicksalsschlag musste ich dieses Jahr auch erleben. Darunter leiden meine junge Ehe, unsere Freundschaften und letztendlich auch die Gemeinde, in der uns der Dienst unter diesen Umständen schwerfällt.

In meinem Bad hängt ein Gedicht, was ich mir oft beim Zähneputzen durchlese. Darin heißt es: „Gott, mach uns zu gefährlichen Frauen! Mögen wir Frauen sein, die sich ihrer Kraft bewusst sind“. Ich glaube, darin liegt unser Geheimnis. Wenn wir es schaffen, uns nicht unterkriegen zu lassen, aufzustehen und den Angriffen standzuhalten, dann haben wir richtig viel Kraft. Das ist genau das, was der Teufel verhindern will, denn auch er weiß um dieses Potenzial.
Aus diesem Grund möchte ich uns Frauen ermutigen, aufzustehen, auf unsere Schönheit zu blicken und uns bewusst zu machen, wie kraftvoll und wichtig wir sind. Lasst uns nicht aufgeben, sondern dem Sieg nachjagen!

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