mein wundervolles Leben

18.04.2019
Momentan ist für mich die größte Herausforderung, gegen Gefühle der Einsamkeit zu kämpfen. Immer wieder klopfen sie an: in der Bahn, während des Laufens, am PC auf Arbeit und vor allem, wenn ich schwangere Frauen oder Mütter mit ihren Kindern sehe. Allein gehe ich durch die Welt, ohne Baby im Bauch und gefühlt auch ohne Unterstützung von außen.

Ich habe das Gefühl, für Gruppen noch nicht geeignet zu sein. Ich weiß nicht wohin mit mir selbst und erschrecke über jedes Lachen von mir, weil ich sofort denke, dass ich doch traurig sein müsste. Ganz stark kämpfe ich zudem mit Minderwertigkeitsgedanken und gehe davon aus, dass sowieso niemand mehr mit mir Zeit verbringen möchte, so depressiv wie ich bin. Ich fühle mich wie eine Versagerin, der es auf die Stirn gestempelt steht. Dabei kenne ich die Wahrheiten, die über mir gelten. Ich weiß, dass ich geliebt und wertvoll bin. Im Kopf zumindest. Aber im Herzen?
Wir fahren jetzt für eine Woche nach Albanien zu einem Jugendeinsatz und ich werde ein Thema in der Mädchengruppe über genau diese Aussagen halten: Du bist unendlich geliebt und Gott hat so gute Gedanken über dich! Es fällt mir überraschend leicht, das über andere auszusprechen, ihre positiven Seiten zu finden und sie damit zu ermutigen. Aber es ist so schwer, das für mich selbst anzunehmen, bis es rüttelfest verankert ist und mich durch solche Tiefen trägt. Dahin möchte ich!

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